Datenschutz

 

Das Thema Datenschutz bzw. Sicherheits- / Kontrollbedürfnis war in letzter Zeit häufig in den Medien. Regulation of Investigatory Powers (Großbritannien, 1998), Cybercrime Convention (EU, 2001) und aktuell die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland sind Beispiele für Gesetze die m.E. über das Ziel hinausschiessen.


Als Ende 2006 die ersten groben Lücken in der Software von StudiVZ bekannt wurden gab es nur wenige die sich darüber echauffierten. DonAlphonso, selbsternannter Chefaufklärer, gibt seitdem auf www.blogbar.de seine Sichtweise der Dinge zum Besten (z.b. hier).

Aber erst als die "Personalisierte Werbung" aufkam wurde die breite Masse hellhörig, auf fast jeder Pinnwand befindet sich ein Eintrag man solle unbedingt drei Häkchen in den Profileinstellungen setzen... und damit ist die Problematik gelöst? Jetzt sind wir auf der sicheren Seite und brauchen uns um nichts mehr zu kümmern?

Wie Naiv manche Menschen sind ist wirklich schwer zu glauben...


Dsikutiere ich mit Mitmenschen wundere ich mich meist über eine mangelnde Sensibilität und das nicht vorhandene Grundverständnis der Thematik.

"Warum Datenschutz?", "Was hab ich denn damit zu tun?" und "Welche Daten denn überhaupt, ich hab doch nichts zu verbergen..." sind Sätze die ich dann häufig höre. Die Forderung nach mehr Datenschutz hat nichts damit zu tun, dass man etwas zu verbergen hätte. Wer dies oder ähnliches behauptet hat sich nicht mit der Thematik auseinandergesetzt!


Wer sich über Datenschutz informieren will dem kann ich u.a. das Kapitel "Globale Datenkörper" aus dem Buch "Die Politik der Infosphäre", erschienen bei der Bundeszentrale für politische Bildung (Herausgeber Konrad Becker u.a.), ans Herz legen. Eine PDF-Version des besagten Kapitels ist hier einsehbar.

Zum reinschnuppern (weiterlesen dringend empfohlen) poste ich mal den ersten Absatz, eine knappe Erläuterung des Datenkörpers:


"Die Informatisierung hat dazu geführt,dass Dinge,die einst „wirklich“ waren,deren Vorhandensein also sinnlich wahrgenommen werden konnte,„virtuell“ geworden sind. Anstatt auf die reale Existenz eines Gegenstandes verweist das Virtuelle auf die Möglichkeit seiner Existenz. Auch die Erfahrung des Körpers wird von diesem Prozess betroffen.So werden etwa der menschliche Körper und seine Funktionen in der Biotechnologie digitalisiert, was ein Verständnis des Körpers ausschließlich auf der Grundlage seiner möglichen Manipulation ermöglicht: der Körper wird also zu dem, was er sein könnte.Die Digitalisierung hat allerdings nicht nur das Verständnis und das Bild des Körpers verändert,sondern auch die Bedeutung der Präsenz,die für gewöhnlich mit dem Körper identifiziert wurde. Der anwesende physische Körper hat im Cyberspace ein virtuelles Gegenstück entwickelt,den „Datenkörper“.Dieser Datenkörper besteht nicht aus Fleisch und Blut,sondern aus der Gesamtheit aller Daten,die mit einer Person verknüpft sind: standesamtliche Daten, Bildungsdaten, Einkommensdaten, Konsumdaten, Verbindungsdaten usw. Wie der physische Körper im realen Raum, so ist es in der Info-Sphäre dieser Datenkörper,der die soziale Präsenz einer Person vermittelt. Der Datenkörper ist daher von großer politischer und rechtlicher Signifikanz. Der Begriff des Datenkörpers weist dabei auf einen wesentlichen Aspekt hin: dass nämlich persönliche Daten – so wie der eigene Körper – in den Verfügungsbereich der Person gehören,die sie betreffen.„Datenschutz“ ist also tatsächlich „Personenschutz“.

 

1 Kommentar 13.6.08 16:13, kommentieren


Auf der NDR-Homepage kann man sich den preisgekrönten Fathi Akin-Film "Gegen die Wand" [2004] in der FSK12-Fassung anschaun. Mit "Auf der anderen Seite" erschien 2007 der zweite Teil der "Liebe, Tod und Teufel"-Trilogie.

2 Kommentare 26.4.08 21:43, kommentieren

Offenbach - AYOYE

1 Kommentar 26.4.08 11:25, kommentieren

Webworker-Umfrage 2008

Die Ergebnisse der Web-Worker Umfrage 2008 sind online.
Die Webkrauts hatten es mit ihrer Umfrage bis in den Heise-Newsticker geschafft und konnten 2803 deutschsprachige Teilnehmer registrieren. Rein methodisch könne man zwar nicht von einer repräsentativen Umfrage sprechen, "Aussagekraft kann man ihr wegen der hohen Teilnehmerzahl dagegen nicht absprechen", konstatiert Webkraut Michael Jendryschik.
Bemerkenswert oder absehbar?: unter 10% Teilnehmerinnen!!! Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich hier.

 


1 Kommentar 22.4.08 20:47, kommentieren

Sarkozy bourré?

Lang, lang ists her, aber ich hab so köstlich gelacht, dass will ich niemandem vorenthalten:

Sarkozy erscheint auf dem G8-Gipfel verspätet zur Pressekonferenz (nicht in voller Länge, dafür mit lustigem Moderator).
Grund: Ein augenscheinlich "feucht-fröhliches" tête-à-tête mit Wladimir Putin.
[Wer der französischen Sprache nicht mächtig ist, kann sich das ganze nochmal in voller Länge mit englischem Untertitel ansehn.]

Dass die Grande-Nation einen solchen Fauxpas nicht auf sich sitzen lassen kann, versteht sich von selbst. Hier die Dementi der französischen Prominenz. :P
Nachdem der Versuch die Ausstrahlung der Konferenz zu unterbinden missgeglückt ist (der erste Link stammt aus dem belgischen Frensehen), musste sich Sarkozy zwangsläufig mit unliebsamen Fragen auseinandersetzen (nur in Französisch). Ganz im Stile eines Staatsmannes bläst dieser aber sogleich zum Gegenangriff.

PS: Man kann nur hoffen, dass die schwindende Pressefreiheit bzw. der wachsende Druck auf publizierende Medien in Frankreich allein solchen "Ausrutschern" des Staatsoberhauptes geschuldet ist...

1 Kommentar 20.3.08 17:36, kommentieren

Fonts identifizieren

Ein nützliches Tool zur Identifizierung von Schriften: identifont.com
Mittels einer Abfrage spezifischer Merkmale wird die Auswahl eingegrenzt und das ganze funktioniert nicht nur, sondern führt auch erstaunlich schnell zum Ziel. Sogar exotische Schriften sind enthalten und besonders praktisch: Durch die Reduzierung der Abfrage auf beliebige Buchstaben lässt sich die Identifizierung anhand eines einzelnen Schriftzuges erheblich beschleunigen.

Wer in Sachen Typo und Grafik up-to-date bleiben will, dem kann ich nur den fontblog ans Herz legen. In diesem Zusammenhang ebenfalls empfehlenswert ist das Ranking der 100 Besten Schriften.

1 Kommentar 20.3.08 16:50, kommentieren

Bildbearbeitung advanced

"Durch digitale Bildbearbeitung ist heutzutage alles möglich..."

Klaro, weiß doch jeder.

Die Stars und Sternchen lassen ihr Abbild nachbearbeiten und ein störender Pickel löst sich als Pixel im handumdrehn in Luft auf. Ein Beispiel für Retouchierung ist das Portfolio der Agentur iWanex Studio(Tipp: obere Reihe, 3. von links). Ein wenig mehr zu diesem Thema gibts hier.


Aber in welchem "Ausmaß" die digitale Bildbearbeitung Vorlagen verändern kann, wird durch folgenden link eindrucksvoll verbildlicht. Superdiät: 30 Kilo in 3,5 Minuten!

Die Photoshop/corelpaintshopprophoto/wasauchimmer-Fertigkeiten des Designers erscheinen im ersten Moment beeindruckend aber mit ein wenig Fachwissen und Übung schafft das jeder.

 

Wie die praktische Anwendung von Bildbearbeitung für Marketing-Zwecke genutzt wird bzw. wie die utopischen Schönheitsideale unserer Zeit entstehen, wird durch ein Video zu "Dove Evolution" eindrucksvoll zusammengefasst.

1 Kommentar 28.2.08 14:04, kommentieren

Powered by 20six / MyBlog
Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung